Studie: Große Unternehmen tun sich mit Innovationen schwer

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Innovationszentren gelten als neues Modell des herkömmlichen Forschungs- & Entwicklungs-Ansatzes
Berlin, 23. Juli 2015 – Digitale Innovationen werden immer wichtiger, jedoch tun sich führende Unternehmen damit weiterhin schwer. 38 Prozent der 200 führenden Unternehmen haben weltweit physische Innovationszenten in Technik-Ballungsräumen gegründet, um traditionelle Wege herkömmlicher Forschungs- & Entwicklungs-Ansätze zu verlassen. Das zeigt die Studie “The Innovation Game: Why and How Businesses are Investing in Innovation Centers“ der Altimeter-Gruppe und Capgemini Consulting. Die Studie beschreibt, dass große traditionelle Unternehmen zu schlecht gerüstet sind, um sich der Herausforderung des sogenannten digitalen Darwinismus zu stellen. Mit den Innovationszentren soll ein Ökosystem an Start-ups, Risikokapital-Anlegern, Inkubatoren und akademischen Institutionen gefördert werden. Mit jeweils fünf Innovationslaboren zählen Berlin und München zu den Top-zehn-Städten, die weltweit die meisten Labore aufweisen. Für die Studie wurden  Innovationszentren der 200 größten Unternehmen aus den Sektoren Automotive, Finanzdienstleistungen, Konsumgüter & Handel, Produktion und Telekommunikation untersucht. Zusätzliche Erkenntnisse ergaben sich aus qualitativen Befragungen von Innovations-Verantwortlichen der Unternehmen.
 
Brian Solis, Principal Analyst der Altimeter-Gruppe, sagt: „Nie zuvor waren Innovationen für die global größten Unternehmen wichtiger und schwieriger. Wenn Innovationen kontinuierlich ausbleiben, müssen einst bedeutende Unternehmen feststellen, dass ihre bislang bewährten Innovationswege in eine Sackgassen führen. Es ist an der Zeit, innovativ zu sein oder unterzugehen!“
 
Steffen Elsässer, Senior Vice President bei Capgemini Consulting sagt: „Viele Unternehmen gingen in den letzten Jahren das Thema Innovation durch Partnerschaften oder Zukauf von Start-ups an. Dies ist allerdings zu kurz gegriffen, da es im Innovationsprozess auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen internem sowie externem Wissen und Ideen ankommt. Innovationslabore bieten daher eine gute Plattform, um die notwendige Start-up-Mentalität zu etablieren und Konzepte bis zur Marktreife zu begleiten.“  
 
Zentrale Ergebnisse der Studie:
  • 38 Prozent der 200 führenden Unternehmen haben weltweit Innovationszenten in Technik-Ballungsräumen gegründet.
  • In den USA und Europa gibt es mit jeweils 29 Prozent die meisten Innovationszentren, gefolgt von Asien mit 25 Prozent.
  • Das Silicon Valley ist das attraktivste Gebiet für die Ansiedlung von Innovationszentren – 61 Prozent der untersuchten Unternehmen unterhalten mindestens ein Zentrum im Valley. Es bilden sich jedoch immer mehr Ballungsräume heraus – Berlin und München sind unter den Top-zehn-Städten mit jeweils fünf Innovationszentren.
  • Die beliebtesten Forschungsgebiete sind aus dem Bereich etablierter Technologien, wie zum Beispiel Mobility (63%) und Big Data/Analytics (51%)
  • Weniger reife Technologien, unter anderem 3D-Druck (5%), Virtual Reality (13%) und Robotics (13%), sind aktuell von geringerer Priorität.
  • Die Durchdringung der Sektoren variiert signifikant. Mit 58 Prozent hat die produzierende Industrie klar die Führung inne, im Finanzsektor haben trotz des großen digitalen Drucks nur 28 Prozent ein Innovationszentrum.
  • Innovation Center sind hilfreich, um Ideen zu generieren und implementieren. Sie sind attraktiv für bestehende und neue Mitarbeiter und können die Zusammenarbeit mit Start-ups fördern.
Download der Studie: Why and How Businesses are Investing in Innovation Centers