Digital Transformation Blog

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Digitalisierung ist kein Selbstzweck – relevante Technologien für die Lagerlogistik

Kategorie: Industrie 4.0

Digitalisierung in der Logistik betrifft auch das Lager. Viele Anwender stehen vor der Frage: Was bringt mir der Einsatz neuer Technologien? Die Arbeitsgruppe „Digitalisierung im Lager“, die Capgemini Consulting zusammen mit der Bundesvereinigung Logistik (BVL) gegründet hat, möchte nun Antworten auf diese Frage liefern. Tatsächlich ist nicht alles sinnvoll, was im Zuge der digitalen Revolution einsetzbar ist. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern muss einen Mehrwert schaffen, Prozesse effizienter machen oder die Belieferung der Kunden verbessern.

Der Mehrwert von Technologien sollte der Treiber für den Technologieeinsatz sein. Vielen Unternehmen fehlen jedoch die Zeit und teilweise auch die technische Expertise, um die Technologien auf Herz und Nieren zu prüfen. Diese Lücke schließt nun die Arbeitsgruppe der BVL, zu der hochrangige Experten aus mehr als zehn Unternehmen aus der Automobil-, Handels- und Logistikbranche gehören. Ziel ist es, die Technologien nach Einsatzbereichen zu strukturieren und den potenziellen Nutzen zu bewerten.

Vier Technologiefelder im Fokus

Wichtig ist zunächst das klare Verständnis, welche Technologien überhaupt verfügbar und in welchen Bereichen diese einsetzbar sind – die eierlegende Wollmilchsau ist weiterhin nicht in Sicht.

Damit der Umfang der Analyse überschaubar bleibt und ein ausreichender Detailierungsgrad  gewährleistet werden kann, wurden konventionelle Technologien mit niedrigem Innovationspotenzial von der Bewertung ausgeschlossen. Damit qualifizierten sich letztlich rund 30 verschiedene Lagertechnologien aus folgenden vier Technologiefeldern:

 

 

Beispiele für die analysierten Technologien in den genannten Feldern sind:

Cyber-physische Systeme

  • Intelligente Behälter
  • Optische Navigation für Flurförderzeuge
  • Inventurdrohnen

 

Fördermittel und -systeme

  • Autonome Roboter-Carrier
  • Automatische Trailerbeladung
  • Autonome fahrerlose Transportsysteme

 

Identifikationstechnologien

  • Datenbrillen/ Augmented Reality
  • Smart Glove
  • Pick-by-Balance

 

Automatisierte Prozessanlagen

  • Kommissionier-Roboter
  • Pick-Roboter
  • Sorter

 

Eindeutige Prozesszuordnung und Potenzialbewertung als Wegweiser

Experten wissen, dass diese Technologien nicht in allen Bereichen eines Lagers eingesetzt werden können. Daher wurde jede der 30 Technologien spezifisch analysiert und einem oder mehreren Einsatzbereichen zugeordnet. Nur so lässt sich ein Einsatz sinnvoll beurteilen.

Um Anwendern eine Entscheidungshilfe zu bieten, werden die Arbeitsgruppen im nächsten Schritt die einzelnen Technologien anhand definierter Kriterien zu Effizienz, Marktreife, Nutzbarkeit, Stabilität und Arbeitssicherheit bewerten. Auf diese Weise erarbeitet die Arbeitsgruppe einen Wegweiser, der Entscheidungen unterstützt und Unternehmen einen schnellen Einstieg in die zukunftsweisenden Domänen der Digitalisierung der Lagerbereiche ermöglicht.

Neugierig geworden? Dann treffen Sie uns im Oktober 2017 auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin, bei dem die Ergebnisse der BVL Arbeitsgruppe veröffentlicht werden. Auch auf der Hannover Messe im April können Sie sich mit unseren Experten zu diesem Thema austauschen. Wir sind gespannt auf Ihre Sicht der Dinge – schreiben Sie uns!

Über den Autor

Ralph Schneider-Maul
Ralph Schneider-Maul
Ralph Schneider-Maul leads as Vice President the Supply Chain Management business unit within Capgemini Consulting. With over 20 years of consultancy experience across all industries, the author has committed himself for years to the digitization of Supply Chain Management and performance improvement of companies’ logistics.

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