Digital Transformation Blog

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Industrie 4.0 – Unbegrenzter Datenaustausch? Teil:1

Reale und virtuelle Welt wachsen in Unternehmen immer schneller zusammen. Die Zahl der Geräte, die untereinander oder mit einer Zentrale vernetzt sind, nimmt stetig zu – so ist Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) auch in der Capgemini IT-Trends Studie 2014 der Aufsteiger des Jahres. Dabei ist nicht nur die Vernetzung innerhalb eines Arbeitsbereiches, sondern auch die direkte Anbindung von Produktionsanlagen an die Planungssysteme und die Überwachung der Produktion vom Arbeitsplatz im Büro im Fokus. Die Vorzüge für die Unternehmen sind vielfältig: Neben einer verbesserten Automatisierung, intelligentem Monitoring und der Individualisierung in der Produktion ergeben sich, kombiniert mit den Daten der Geräte, völlig neue Möglichkeiten für Dienste und Innovationen. Die Begriffe „Industrie 4.0“ oder „industrielles Internet“ umfassen diese digitale Transformation der Industrie.
Die Ausrichtung globaler Maschinen- und Anlagenbauer wie Siemens oder General Electric zeigt, dass es sich dabei längst nicht mehr um eine theoretische Entwicklung handelt: Sie richten Teile Ihres Portfolios auf Industrie 4.0 aus oder stellen sogar die gesamte Unternehmensstrategie entsprechend neu auf. Auch mittelständische Unternehmen wie etwa Miele folgen diesem Trend.

 

Informationssicherheit und schnelle Innovation – ein Widerspruch?


 
Industrie 4.0 bedeutet damit auch für den Bereich Informationssicherheit eine völlig neue Herausforderung. Mehr und mehr Partner werden in das Unternehmensnetzwerk eingebunden und am Datenaustausch beteiligt. Herkömmliche Security-Ansätze greifen zu kurz, denn Industrie 4.0 bedeutet mehr als die Vernetzung von Maschinen: Auch die Prozesse und die Organisation müssen an die neuen Gegebenheiten angepasst werden, damit das volle Potenzial ausgeschöpft werden kann. Zudem gilt es, die Mitarbeiter für die neue Umgebung zu sensibilisieren.
Externe Akteure werden viel stärker als bisher in Kernprozessen der Entwicklung und Produktion eingebunden und benötigen Zugriff auf interne Daten. Mangels übergreifender Planung und Kontrolle erfolgt dies, wie viele Digitalisierungsinitiativen, meist individuell aus den gewachsenen funktionalen Silos heraus. Anzeichen für Handlungsbedarf gibt es bereits und es zeigt sich, dass Unternehmen Schwierigkeiten haben, Quelle und Modus von Sicherheitslecks zu lokalisieren. Ohne entsprechende Planung laufen Organisationen Gefahr, digitale Innovationen auszurollen, ohne vollends über die Implikationen im Klaren zu sein. Welche Punkte sind für Sie entscheidend, um die Chancen der neuen Vernetzung zu nutzen, aber auch die Risiken für Ihr Unternehmen zu minimieren? In der nächsten Woche stellen wir Ihnen unsere TOP 5 Handlungsempfehlungen für die anstehenden Herausforderungen vor.

Über den Autor

Jochen Bechtold
Jochen Bechtold
Jochen Bechtold leitet den Industriesektor Manufacturing bei Capgemini Consulting. Er und seine Berater beschäftigen sich in Kundenprojekten als auch in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) Center for Digital Business seit Jahren mit den Auswirkungen der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) auf das Geschäft der Maschinen- und Anlagenbauer und Automobilzulieferer.

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