Digital Transformation Blog

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Die Zukunft deutscher Modemarken – Erfolgsfaktor „Digitalisierung“

Hugo Boss in Metzingen, Adidas und Puma in Herzogenaurach oder S. Oliver in Rottendorf – fragt man nach den Modemetropolen dieser Welt, so sind diese deutschen Städte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht unter den Antworten zu finden.  
Werden sich demnach deutsche Modefirmen abseits der Kreativzentren und glamourösen Laufstege erfolgreich im internationalen Modemarkt behaupten können? Und wie wichtig ist die Standortfrage überhaupt im digitalen Zeitalter? 



Meiner Meinung nach gibt es Grundbausteine, in die Unternehmen investieren sollten und für die sie Technologien sowie Ressourcen einsetzen müssen – unabhängig davon, ob sie in Paris, Mailand, New York oder in einer abgelegen deutschen Kleinstadt sitzen.
Beispiele für digitale Ansatzpunkte gibt es viele:
 

  • Flexibler Kundendialog: Modeunternehmen müssen es verstehen über verschiedenste Arten den Dialog mit ihren Kunden zu führen und darüber die Kundennähe zu erhöhen. Vom Monitoring bis hin zur Rückantwort ins soziale Netz.
  • Integriertes Multichannel-Management: E-Commerce gilt in der Modebranche schon fast als selbstverständlich. Doch es geht nicht allein um den Vertrieb über das Internet. Vielmehr zählt die Integration mit anderen, zum Beispiel mobilen oder stationären Absatzkanälen, oder auch die Anbindung an weitere Partner im Ökosystem.
  • Digitale Prozessintelligenz: Auch durch die Digitalisierung interner Prozesse kann zum Beispiel der komplette Weg eines Kunden vom Anklicken eines Angebots auf der Webseite, über Kundenanfragen bis hin zur tatsächlichen Bestellung nachverfolgt und analysiert  werden. Die interne Transparenz über alle Kundendaten, -präferenzen und -verhalten aus verschiedensten Kanälen kann so in Marketingprogramme, Produktlaunches oder Serviceangebote einfließen.
  • Strategische Innovationen: Nicht zuletzt sind Modeunternehmen gefordert ihr Geschäftsmodell ständig zu hinterfragen. Durch innovative Technologien entstehen neue Handelsformate, wie Augmented Reality Shops, mobile Boutiquen bzw. Pop-Up Stores um hier nur ein paar Beispiele zu nennen.


Die IT der Modefirmen muss dabei die digitalen Trends in der Fashion-Industrie unterstützen und vorantreiben. Dabei stehen die IT-Departments vier wesentlichen Herausforderungen gegenüber:

 

  1. Wie muss unsere IT Infrastruktur und Applikationslandschaft aussehen, um digitale End-to-End Geschäftsprozesse zu unterstützen?
  2. Wie kann die IT-Effizienz erhöht werden, um neue digitale Chancen voranzutreiben und gleichzeitig IT-Kosten und Komplexität zu kontrollieren?
  3. Welche Ressourcen und Fähigkeiten müssen wir aufbauen, um innovative Technologien und Geschäftsmodelle intelligent zu nutzen?
  4. Welches ist das richtige Governance Modell für meine digitale Organisation und wie soll Erfolg gemessen werden?


Hat Ihre IT bereits eine Antwort auf diese Fragen gefunden?
Die digitale Präsenz scheint für Modeunternehmen viel bedeutender und erfolgsversprechender zu sein als der Standort. Die IT übernimmt dabei nicht mehr eine rein unterstützende Rolle des Business, sondern sollte das Herzstück der Digitalisierung darstellen. 



 

Über den Autor

Dorothea Rosen
Dorothea Rosen
Dorothea Rosen ist Expertin für Digital Transformation und erarbeitet zusammen mit ihren Kunden neue Wege die Potenziale der Digitalisierung erfolgreich zu nutzen. Im Bereich CIO Advisory Services bei Capgemini Consulting beschäftigt sie sich von der Analyse der digitalen Fähigkeiten eines Unternehmens über die Entwicklung neuer Strategien bis hin zu deren Umsetzung.

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