Digital Transformation Blog

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Alles nur ein Spiel?

Gamification macht derzeit von sich reden. Darunter versteht man die Übertragung von spieltypischen Prinzipen auf spielfremde Kontexte, um die Motivation für bestimmte Tätigkeiten oder den Lernerfolg zu steigern. Sehr häufig genutzte Elemente sind zum Beispiel die Vergabe von Punkten sowie Trophäen und Ranglisten. Warum funktioniert Gamification? Weil sie sich einerseits den menschliche Spieltrieb zu Nutze macht und andererseits berücksichtigt, was Menschen motiviert. Daniel Pink beschreibt in seinem Buch „Drive“ drei Treiber, die Menschen bei der Bewältigung von kognitiven Aufgaben anspornen:

  • Selbstbestimmung: Menschen bevorzugen Tätigkeiten, die sie selbst einteilen, strukturieren und abarbeiten können.
  • Perfektionierung: Darüber hinaus streben viele danach, immer besser zu werden und ihre Arbeitsabläufe und Ergebnisse zu optimieren.
  • Sinnhaftigkeit: Und im Allgemeinen wollen Menschen mit ihrer Arbeit etwas Nützliches tun. Das Gehalt als Motivationsfaktor verliert vor allem bei der sogenannten Generation Y an Bedeutung, die einen tieferen Sinn in ihrer Arbeit sucht.

Diese Faktoren berücksichtigt beispielsweise das ARTigo-Projekt, bei dem es darum geht, Kunstwerke mit Schlagworten beziehungsweise Tags zu versehen. Jeder Mitspieler erhält Punkte, und zwar um so mehr, je besser sich seine Vorschläge mit den Schlagworten des Mitspielers oder mit bereits genannten Tags decken. Für ihre Mühe werden die Mitwirkenden einerseits unterhalten und können andererseits viel über die Werke der Künstler lernen. In Summe lassen sich auf diese Weise viele Bilder für die weitere kunstgeschichtliche Forschungsarbeit zugänglich machen.

Die kostenlose Navigationsapp Waze nutzt den Input der User, um ihren Service zu verbessern. Jeder kann Strecken abfahren, sie damit kartografieren und Staus, Unfälle oder Blitzer melden und so Punkte verdienen, die ihn vom Neulings-Status in höhere Ebenen mit mehr Privilegien aufsteigen lässt. Durch den spielerischen Ansatz entsteht ein Produkt für alle Nutzer, das es in Umfang und Aktualität mit kommerziellen Navigationssystemen durchaus aufnehmen kann.

Gamification wird inzwischen aber nicht mehr nur bei Projekten eingesetzt, die Menschen motivieren sollen, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Das Prinzip nutzen wir auch, um Veränderungsprozesse in Unternehmen zu beschleunigen und nachhaltigere Ergebnisse zu erzielen. Unsere Erfahrung zeigt, dass spielerisch eben vieles leichter geht und natürlich mehr Spaß macht. Sind Sie auch schon mit gamifizierten Prozessen in Berührung gekommen oder planen vielleicht ihren Einsatz in Ihrem Unternehmen?

Über den Autor

Thomas Zeimentz
Thomas Zeimentz
Thomas Zeimentz erarbeitet als Experte für Digital Transformation zusammen mit seinen Kunden Wege, die neuen digitalen Möglichkeiten für Unternehmen erfolgreich umzusetzen. Er arbeitet bei Capgemini Consulting im Bereich Technology Transformation und beschäftigt sich hier vor allem mit den prozessualen und organisatorischen Herausfordungen der digitalen Transformation und ihrer Umsetzung.
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